Pamidronsäure gehört zur Gruppe der Bisphosphonate. Durch eine Bindung mit Hydroxyapatitkristallen wird die Osteoklasten Aktivität und die damit verbundene Knochenresorption gehemmt.
Es liegen keine speziellen Daten für Kinder vor.
≥1 Monat bis <18 Jahre: off-label
Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung 3 mg/mL
Die im Handel befindlichen Präparate enthalten Pamidronsäure in Form von Dinatriumpamidronat. Die Angabe der Wirkstoffkonzentration und Dosierung ist jeweils auf Pamidronsäure bezogen.
Präparate im Handel (ausgewählte Beispiele):
| Präparat | Darreichungsform | Stärke (Pamidronsäure ) | Applikationsweg | Natriumgehalt | Problematische Hilfsstoffe | Anwendungshinweis | Schulungsmaterial | Altersangabe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Pamifos® | Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung | 3 mg/mL | intravenös | Die höchste Dosierung (90 mg) enthält 0,65 mmol Natrium. | - | Verdünnung gemäß Fachinformation. Die Infusionsgeschwindigkeit sollte 60 mg/Stunde (1 mg/min) nicht überschreiten, und die Konzentration von Pamidronsäure Dinatriumsalz der Infusionslösung sollte 90 mg/250 mL nicht überschreiten. Pamidronsäure darf nie als Bolusinjektion gegeben werden. |
BfArM Schulungsmaterial | Erwachsene |
Die Fachinformationen wurden am 10.06.2026 aufgerufen.
Neben den aufgeführten Präparaten befinden sich diverse weitere Fertigarzneimittel im Handel.
Lieferengpässe für Humanarzneimittel in Deutschland (ohne Impfstoffe)
| Osteogenesis imperfecta |
|---|
|
| Chronische oder nicht schwerwiegende symptomatische Hypercalcämie |
|---|
|
GFR ≥10 ml/min/1.73m2: Dosisanpassung nicht erforderlich.
GFR <10 ml/min/1.73m2: Eine allgemeine Empfehlung zur Dosisanpassung kann nicht gegeben werden.
Da sich die Pamidroninsäure an das Knochengewebe bindet, kann eine Knochen-Szintigraphie gestört werden.
Sehr häufig (>10 %): Hypokalzämie, Hypophosphatämie, Fieber und grippeähnliche Symptome, manchmal begleitet von Unwohlsein, Schüttelfrost, Erschöpfung und Flush
Häufig (1-10 %): Anämie, Thrombozytopenie, Lymphopenie, Hypokaliämie, Hypomagnesiämie, symptomatische Hypokalzämie (Parästhesien, Tetanie), Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit, Konjunktivitis, Hypertonie, Übelkeit, Erbrechen, Anorexie, Bauchschmerzen, Diarrhö, Obstipation, Gastritis, Hautausschlag, vorübergehende Knochenschmerzen, Arthralgie, Myalgie, Reaktionen an der Infusionsstelle (Schmerzen, Rötung, Schwellung, Verhärtung, Phlebitis, Thrombophlebitis), allgemeiner Körperschmerz, erhöhte Kreatininwerte im Serum
Gelegentlich (0,1-1 %): allergische Reaktionen einschließlich anaphylaktoider Reaktionen, Bronchospasmus/Dyspnoe, Quincke-Ödem (angioneurotisches Ödem); Krampfanfälle, Agitation, Schwindel, Lethargie, Uveitis (Iritis, Iridozyklitis), Hypotonie, Dyspepsie, Pruritus, Muskelkrämpfe, Osteonekrose, akutes Nierenversagen, abnorme Leberfunktionswerte, erhöhte Harnstoffwerte im Serum
Selten (0,01-0,1 %): atypische subtrochantäre und diaphysäre Femurfrakturen, fokal-segmentale Glomerulosklerose einschließlich kollabierender Variante, nephrotisches Syndrom
Sehr selten (<0,01 %): Reaktivierung von Herpes simplex, Reaktivierung von Herpes zoster, Leukopenie, anaphylaktischer Schock, Hyperkaliämie, Hypernatriämie, Verwirrtheitszustand, visuelle Halluzinationen, Skleritis, Episkleritis, Xanthopsie, Linksherzinsuffizienz (Dyspnoe, Lungenödem), Stauungsinsuffizienz (Ödem) infolge Flüssigkeitsüberladung, akutes Atemnot-Syndrom, interstitielle Lungenerkrankung, Knochennekrose des äußeren Gehörgangs (Nebenwirkung der Arzneimittelklasse der Bisphosphonate), Verschlechterung der Nierenfunktion bei Patienten mit vorbestehender Nierenerkrankung, Hämaturie, Nierentubulusstörung, tubulointerstitielle Nephritis, Glomerulonephropathie
Häufigkeit nicht bekannt: Augenhöhlenentzündung, Vorhofflimmern, Osteonekrose des Kieferknochens
Die vollständige Auflistung aller unerwünschter Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Haben Sie den Verdacht auf eine Nebenwirkung?
Die Meldung ist sehr wichtig, um das Nutzen-Risiko-Verhältnis eines Arzneimittels ständig zu überwachen. Das gilt besonders, wenn Medikamente bei Kindern außerhalb der zugelassenen Anwendung (off-label) eingesetzt werden.
Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Für allgemeingültige Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen informieren Sie sich bitte in den aktuellen Fachinformationen.
Die standardisierte Wechselwirkungsrecherche des Kinderformulariums führte zu keiner klinisch relevanten Interaktion.
Die vollständige Auflistung aller Wechselwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen und einschlägigen Wechselwirkungsdatenbanken zu entnehmen.
In diesem Abschnitt werden Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse zum Vergleich aufgelistet. Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse sind nicht per se untereinander austauschbar. Die Aufzählung darf daher nicht uneingeschränkt als Therapiealternative verstanden werden.
| Bisphosphonate | ||
|---|---|---|
|
Fosamax®, Binosto®, Tevanate®
|
M05BA04 | |
|
Actonel®
|
M05BA07 | |
| Andere Mittel mit Einfluss auf die Knochenstruktur und die Mineralisation | ||
|---|---|---|
|
Crysvita®
|
M05BX05 | |
|
Bomyntra, Degevma, Osenvelt™, Xbryk, Xgeva®, Zvogra®
|
M05BX04 | |
| MITTEL MIT EINFLUSS AUF DIE KNOCHENSTRUKTUR UND DIE MINERALISATION | ||
|---|---|---|
|
Fosamax®, Binosto®, Tevanate®
|
M05BA04 | |
|
Crysvita®
|
M05BX05 | |
|
Bomyntra, Degevma, Osenvelt™, Xbryk, Xgeva®, Zvogra®
|
M05BX04 | |
|
Actonel®
|
M05BA07 | |