Pharmakodynamik
Glycerophosphat wird intravasal durch alkalische Phosphatase gespalten. Bei der Hydrolyse der Esterbindung werden anorganisches Phosphat und Glycerol freigesetzt. Glycerophosphat ist ein Stoffwechselzwischenprodukt des Fettstoffwechsels. Es ist unwahrscheinlich, dass außer der Aufrechterhaltung der normalen Stoffwechselwege weitere pharmakodynamische Wirkungen auftreten.
Pharmakokinetik bei Kindern
Natriumglycerophosphat wird im Plasma zu Glycerol und anorganischem Phosphat hydrolysiert. Die Hydrolyse erreicht bei einer Plasmakonzentration >0,7 mmol/l ihr Maximum. Unter der Annahme, dass die Hydrolyse von Natriumglycerophosphat vollständig im Plasma stattfindet, werden bei Personen mit normaler alkalischer Serumphosphatase täglich etwa 12-15 mmol Natriumglycerophosphat hydrolysiert.
Bei Kindern liegen keine pharmakokinetischen Daten vor, jedoch ist eine Hyperphosphatämie bei der empfohlenen Dosis unwahrscheinlich.
Zulassung der Dosierungsempfehlungen
- Hypophosphatämie
- intravenös
- Früh- und Neugeborene: zugelassen
- 1 Monat bis <18 Jahre: zugelassen
Auszug aus Fachinformation
Auszug aus Fachinformation
Textauszug aus Fachinformation
Intravenös zur Phosphatsubstitution im Rahmen einer parenteralen Ernährung, schwere Hypophosphatämien.
Neugeborene, Säuglinge, Kleinkinder, Kinder und Jugendliche:
Bei Hypophosphatämie werden in Abhängigkeit vom Lebensalter folgende Tagesdosierungen empfohlen:
Früh- und Neugeborene: 0,75 - 3 mmol/kg Körpergewicht
Säuglinge und Kleinkinder: 0,2 - 0,5 mmol/kg Körpergewicht
Kinder und Jugendliche: 0,2 mmol/kg Körpergewicht
Unter den Bedingungen der parenteralen Ernährung wurde für das Neugeborene, den Säugling und das Kleinkind eine Erhaltungsdosis von 1,5 mmol Phosphat pro kg KG und Tag ermittelt. Mit zunehmendem Lebensalter sinkt der Phosphatbedarf und wird ab dem 3. Lebensjahr mit etwa 1 mmol Phosphat pro kg Körpergewicht und Tag angegeben.
[Ref.]
Präparate im Handel
Infusionskonzentrat 306,1 mg/ml
Parenterale Anwendung
Präparat im Handel:
| Präparat |
Darreichungsform |
Stärke (Natriumglycerophosphat)
|
Applikationsweg |
Natriumgehalt |
Problematische Hilfsstoffe |
Altersangabe |
| Natriumglycerophosphat-Ampulle Fresenius |
Infusionskonzentrat (10 ml, 20 ml Ampulle) |
306,1 mg/ml |
intravenös |
2 mmol/ml |
– |
ab Frühgeborenenalter |
Die Fachinformation wurde am 25.08.2026 aufgerufen.
Lieferengpässe/weitere praktische Informationen
Lieferengpässe für Humanarzneimittel in Deutschland (ohne Impfstoffe)
Dosierungsempfehlungen
| Hypophosphatämie |
- Intravenös
-
Frühgeborene
Gestationsalter
<
37 Wochen
[1]
[2]
-
0,75
- 3
mmol/kg/Tag
in 1
Dosis
- Infusionsdauer: min. 8 Stunden.
- Unter den Bedingungen der parenteralen Ernährung wurde eine Erhaltungsdosis von 1,5 mmol/kg/Tag ermittelt
-
Neugeborene
[1]
[2]
-
0,75
- 3
mmol/kg/Tag
in 1
Dosis
- Infusionsdauer: min. 8 Stunden.
- Unter den Bedingungen der parenteralen Ernährung wurde eine Erhaltungsdosis von 1,5 mmol/kg/Tag ermittelt
-
1 Monat
bis
2 Jahre
[1]
[2]
-
0,2
- 0,5
mmol/kg/Tag
in 1
Dosis
- Infusionsdauer: min. 8 Stunden.
- Unter den Bedingungen der parenteralen Ernährung wurde eine Erhaltungsdosis von 1,5 mmol/kg/Tag ermittelt
-
2 Jahre
bis
18 Jahre
[1]
[2]
-
0,2
mmol/kg/Tag
in 1
Dosis
- Infusionsdauer: min. 8 Stunden.
- Unter den Bedingungen der parenteralen Ernährung wurde eine Erhaltungsdosis von 1,0 mmol/kg/Tag ermittelt
|
Nierenfunktionsstörungen bei Kindern > 3 Monate
GFR ≥10 ml/min/1,73 m2: Dosisanpassung nicht erforderlich.
GFR <10 ml/min/1,73 m2: Eine allgemeine Empfehlung zur Dosisanpassung kann nicht gegeben werden.
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen allgemein
Häufigkeit nicht bekannt: Knochen- und Gelenksschmerzen durch phosphatinduzierte Hypocalcämie
Die vollständige Auflistung aller unerwünschter Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Kontraindikationen bei Kindern
Hypernatriämie, Hyperphosphatämie, Schock oder Dehydratation.
Kontraindikationen allgemein
- Hyperphosphatämie
- Hypernatriämie
- Nierenfunktionsstörungen (Oligurie, Anurie)
- Hypocalcämie
- Allgemeine Gegenanzeigen der Infusionstherapie wie dekompensierte Herzinsuffizienz, Lungen- und Hirnödem, Hyperhydratation sind zu berücksichtigen.
Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen bei Kindern
Bei Kindern mit Niereninsuffizienz nur vorsichtig einsetzen. Kontrollieren Sie regelmäßig und engmaschig die Serumphosphatspiegel. Berücksichtigen Sie die Menge an Natrium in Natriumglycerophosphat.
Natriumglycerophosphat darf nicht unverdünnt verabreicht werden.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen allgemein
Für allgemeingültige Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen informieren Sie sich bitte in den aktuellen Fachinformationen.
Wechselwirkungen
Die standardisierte Wechselwirkungsrecherche des Kinderformulariums führte zu keiner klinisch relevanten Interaktion.
ADDITIVA ZU I.V.-LÖSUNGEN
In diesem Abschnitt werden Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse zum Vergleich aufgelistet. Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse sind nicht per se untereinander austauschbar. Die Aufzählung darf daher nicht uneingeschränkt als Therapiealternative verstanden werden.
| Elektrolytlösungen |
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B05XA07
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B05XA19
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| ADDITIVA ZU I.V.-LÖSUNGEN |
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B05XA07
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B05XA19
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Referenzen
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Fresenius Kabi Nederland BV, SmPC Glycophos (RVG 16431) 17-09-2018, www.geneesmiddeleninformatiebank.nl
-
Fresenius Kabi Austria GmbH, Glycophos 6 g/20 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung (Z.Nr.: 138444), 10/2022
-
Fresenius Kabi Deutschland GmbH, SmPC Natriumglycerophosphat-Ampulle Fresenius, 306,1 mg/ml, Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung (8922.00.00), 08/2015
Therapeutisches Drug Monitoring (TDM)
Überdosierung