Perchlorat hemmt kompetitiv den Iodaufnahme-Mechanismus der Schilddrüse, die Iodination und beeinflusst die Iodisation durch Ausschwemmung von akkumulierendem, aber noch nicht im Thyreoglobulin-Molekül eingebautem Iodid aus der Schilddrüse. Auch die Reutilisierung des bei der Deiodierung von Schilddrüsenhormon extrathyreoidal freiwerdenden Iodids wird gehemmt. Ebenso kann die Aufnahme von abgespaltenem Iodid bei Gabe von iodhaltigen Kontrastmitteln durch Perchlorat kompetitiv gehemmt werden. Analoges gilt für die Technetium-Pertechnetat-Aufnahme. Perchlorat entfaltet überall dort seine Wirkung, wo, wie in der Schilddrüse, ein aktiver Iodtransportmechanismus existiert, (z. B. in der Speicheldrüse) und auch die renale Iodidausscheidung wird gesteigert. Der thyreostatische Effekt beruht auf der eingetretenen Iodverarmung.
Es sind keine spezifischen Informationen für Kinder vorhanden.
Tropfen 300 mg/mL
Die im Handel befindlichen Präparate enthalten Natriumperchlorat in Form von Natriumperchlorat-Monohydrat. Die Angabe der Wirkstoffkonzentration und Dosierung ist jeweils auf Natriumperchlorat bezogen.
Präparate im Handel (ausgewählte Beispiele):
| Präparat | Darreichungsform | Stärke (Natriumperchlorat) | Applikationsweg | Natriumgehalt | Problematische Hilfsstoffe | Anwendungshinweis | Altersangabe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Irenat Tropfen 300 mg/ml Tropfen zum Einnehmen | Tropfen zum Einnehmen | 300 mg/ml | oral | k.A. | - | Einnahme mit ausreichend Wasser, am besten nach dem Essen und wegen der kurzen Wirkdauer auf 4-6 Einzeldosen über den Tag verteilt einzunehmen. | Kinder |
k.A.: keine Angabe
Die Fachinformationen wurden am 08.01.2026 aufgerufen.
Neben den aufgeführten Präparaten befinden sich diverse weitere Fertigarzneimittel im Handel.
Lieferengpässe für Humanarzneimittel in Deutschland (ohne Impfstoffe)
Gehe zu:
| Hyperthyreose |
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| Vorbehandlung von szintigraphischen Untersuchungen |
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| Perchlorat - Discharge - Test |
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| Schilddrüsenblockade bei einem Notfall mit Freisetzung von radioaktivem Iod |
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Keine Informationen zur Dosisanpassung bei Nierenfunktionsstörung vorhanden.
Häufig (1-10 %): ein flüchtiges Exanthem, Übelkeit oder Brechreiz, Mundtrockenheit, pharyngitische Reizungen, Lymphadenopathie, Leukopenie, Purpura, fieberhafte Arthralgie, Arzneimittelfieber
Gelegentlich (0,1-1 %): anfänglicher Durchfall, leichte Muskelkrämpfe, Brennen in den Füßen, Schwere im Kopf, Eosinophilie, Juckreiz, Ikterus, Agranulozytose
Sehr selten (<0,01 %): Agranulozytose mit letalem Ausgang, Thrombozytopenie oder aplastische Anämie mit fatalem Ausgang (Inzidenz ca. 0,1 %), minimale Albuminurie, nephrotisches Syndrom, partiell oder vollständig reversibel, Haarausfall, Akne, generalisierte Dermatitis, Urtikaria, Leberschädigung mit akutem Leberversagen, Erythema nodosum mit Fieberschüben, antinukleären und antierythrozytären Antikörpern und Eosinophilie, Perforation eines Duodenalulkus
Häufigkeit nicht bekannt: schwere Hautreaktionen wie z.B. Stevens-Johnson-Syndrom, Toxisch Epidermale Nekrolyse
Die vollständige Auflistung aller unerwünschter Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Für allgemeingültige Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen informieren Sie sich bitte in den aktuellen Fachinformationen.
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Bitte beachten Sie die aktuellen Fachinformationen.
In diesem Abschnitt werden Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse zum Vergleich aufgelistet. Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse sind nicht per se untereinander austauschbar. Die Aufzählung darf daher nicht uneingeschränkt als Therapiealternative verstanden werden.
| SCHILDDRÜSENPRÄPARATE | ||
|---|---|---|
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Euthyrox®, Eferox®; Syn.: L-Thyroxin, Tetrajodthyronin, T4
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H03AA01 | |
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Emcitate
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H03AA04 | |
| THYREOSTATIKA | ||
|---|---|---|
| H03BB01 | ||
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Propycil®
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H03BA02 | |
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Methizol®, Thyrozol®
|
H03BB02 | |