Natriumphosphat bewirkt im Dickdarm eine schnell einsetzende Erweichung des Stuhls. Durch die phosphathaltige Lösung gelangt vermehrt Flüssigkeit in den Darm und wirkt dadurch abführend.
Nach rektaler Verabreichung tritt die Wirkung innerhalb von 2-3 min ein.
Die Präparate im Handel werden als Medizinprodukte vertrieben. Verordnungsfähige Medizinprodukte sind in der Anlage V der Arzneimittelrichtlinie gelistet.
Präparate im Handel:
| Präparat | Darreichungsform | Stärke | Applikationsweg | Natriumgehalt | Problematische Hilfsstoffe | Anwendungshinweis | Altersangabe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Freka-Clyss® | Einmal-Klistier | Natriumdihydrogenphosphat 2 H2O: 16 g/100 mL Natriummonohydrogenphosphat 12 H2O: 6 g/100 mL |
rektal | k.A. | Benzoesäure | Verschluss und Schlauch mit Vaseline einfetten. Verschluss durch Abbrechen der Spitze manuell öffnen und den Schlauch vorsichtig - möglichst weit - in den Mastdarm einführen, wobei der Patient mit hochgezogenen Beinen auf der Seite liegen sollte. Freka-Clyss® unter leichtem Druck langsam entleeren. | ab 12 Jahren |
| 1xklysma salinisch | Klistier zum Einlauf | Natriumdihydrogenphosphat 2 H2O: 16 g/100 mL Dinatriumhydrogenphosphat 2 H2O: 2,98 g/100 mL |
rektal | k.A. | Benzoesäure | 1xklysma salinisch ist zum einmaligen Gebrauch bestimmt. 1xklysma salinisch ist nicht zum Dauergebrauch vorgesehen. | ab 6 Jahren |
k.A.: keine Angabe
Die Gebrauchsanweisungen wurden am 27.05.2026 aufgerufen.
Lieferengpässe für Humanarzneimittel in Deutschland (ohne Impfstoffe)
| Entleerung von Rektum, Sigmadarm und dem unteren Abschnitt des Colon descendens |
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Keine Informationen zur Dosisanpassung bei Nierenfunktionsstörung vorhanden.
Es wurden Störungen des Elektrolythaushalts beobachtet mit hohen Phosphat- (Hyperphosphatämie) und niedrigen Calciumspiegeln (Hypocalciämie). Bei Säuglingen und Kleinkindern können schwere klinische Symptome schneller auftreten. Es sind einige tödliche Fälle von Hyperphosphatämie (in Verbindung mit Hypocalciämie, Hypernatriämie und Azidose) nach der Verwendung natriumphosphathaltiger Abführmittel bekannt, als Folge einer Natriumphosphat Überdosis.
Gemeldet wurde: Erbrechen, Durchfall, Unterbauchschmerzen/Bauchkrämpfe, Übelkeit und lokale Reizungen.
Häufigkeit nicht bekannt: Reizungen der Darmschleimhaut, Rückgang von Weichteilgewebe um den Enddarm (Dickdarmgangrän) aufgrund schwerer Geschwürbildung oder aufgrund von Wunden mit der Anwendung von Phosphat-haltigen
Klistieren bei älteren Patienten, hoher Phosphatspiegel bzw. ein niedriger Calciumspiegel oder weitere Elektrolytstörungen, infolge der Wasser- und Elektrolytstörungen kann es zu einer Dehydrierung und Muskelkrämpfen kommen
Die vollständige Auflistung aller unerwünschter Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Haben Sie den Verdacht auf eine Nebenwirkung?
Die Meldung ist sehr wichtig, um das Nutzen-Risiko-Verhältnis eines Arzneimittels ständig zu überwachen. Das gilt besonders, wenn Medikamente bei Kindern außerhalb der zugelassenen Anwendung (off-label) eingesetzt werden.
Mäßige und schwere Niereninsuffizienz, Hyperphosphatämie, Herzinsuffizienz, angeborenes Megakolon und Morbus Hirschsprung
Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Längerfristige wiederholte Anwendungen sind nicht zu empfehlen und können zu Abhängigkeit führen. Vorsicht bei Säuglingen und Kleinkindern, da diese anfälliger für Nebenwirkungen durch Dehydratation und Störungen des Elektrolythaushaltes sind. Überdosierungssymptome sollten durch die intravenöse Calciumgluconat Gabe und Rehydratation gemildert werden.
Beim Verbleib der Rektallösung im Darm kann es zu schwerwiegenden Intoxikationen kommen.
Für allgemeingültige Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen informieren Sie sich bitte in den aktuellen Fachinformationen.
Es sind keine Wechselwirkungen von Natriumphosphat - Klistieren mit anderen Mitteln bekannt. [Ref.]
Ein hoher Phosphat- und Natriumgehalt sowie ein geringer Calciumgehalt im Blut treten mit erhöhter Wahrscheinlichkeit bei der Anwendung mit Diuretika auf. [Ref.]
In diesem Abschnitt werden Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse zum Vergleich aufgelistet. Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse sind nicht per se untereinander austauschbar. Die Aufzählung darf daher nicht uneingeschränkt als Therapiealternative verstanden werden.
| Gleitmittel, Emollientia | ||
|---|---|---|
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Obstinol®
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A06AA01 | |
| Kontaktlaxanzien | ||
|---|---|---|
|
Dulcolax®, Tirgon®, Mediolax®, Hemolax®, Laxagetten®, Pyrilax®
|
A06AB02 | |
|
Agiolax®, Dulcolax®, Laxoberal®, Regulax®
|
A06AB08 | |
| A06AB58 | ||
| Osmotisch wirkende Laxanzien | ||
|---|---|---|
|
Bifiteral®, Florolac®
|
A06AD11 | |
|
Clensia®, Delcoprep®, Endofalk®, Juniorlax®, Laxacur®, Laxatan M®, Movicol®, Moviprep®, Plenvu®, Vistaprep®; Syn.: Polyethylenglycol, PEG
|
A06AD65 | |
|
Laxbene®, Dulcosoft®, Forlax®, Giprocol®, Kinderlax®, KSK Macrolax®, Laxofalk®, Macrobalans®; Syn.: Polyethylenglycol, PEG
|
A06AD15 | |
| Klysmen | ||
|---|---|---|
|
Babylax®
|
A06AG04 | |
|
Microlax®, Syn: Natriumdodecyl(sulfoacetat)
|
A06AG11 | |
| Andere Mittel gegen Obstipation | ||
|---|---|---|
|
Glycilax®, Milax®, Nene-Lax®
|
A06AX01 | |
|
Lecicarbon®
|
A06AX02 | |
| MITTEL GEGEN OBSTIPATION | ||
|---|---|---|
|
Dulcolax®, Tirgon®, Mediolax®, Hemolax®, Laxagetten®, Pyrilax®
|
A06AB02 | |
|
Babylax®
|
A06AG04 | |
|
Glycilax®, Milax®, Nene-Lax®
|
A06AX01 | |
|
Bifiteral®, Florolac®
|
A06AD11 | |
|
Clensia®, Delcoprep®, Endofalk®, Juniorlax®, Laxacur®, Laxatan M®, Movicol®, Moviprep®, Plenvu®, Vistaprep®; Syn.: Polyethylenglycol, PEG
|
A06AD65 | |
|
Laxbene®, Dulcosoft®, Forlax®, Giprocol®, Kinderlax®, KSK Macrolax®, Laxofalk®, Macrobalans®; Syn.: Polyethylenglycol, PEG
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A06AD15 | |
|
Lecicarbon®
|
A06AX02 | |
|
Microlax®, Syn: Natriumdodecyl(sulfoacetat)
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A06AG11 | |
|
Agiolax®, Dulcolax®, Laxoberal®, Regulax®
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A06AB08 | |
| A06AB58 | ||
|
Obstinol®
|
A06AA01 | |