Zulassung
Dosierungsempfehlungen

Präparate
Pharmakodynamik und -kinetik
Nierenfunktionsstörungen
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Kontraindikationen
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Wechselwirkungen
Wirkstoffe der gleichen ATC-Klasse
Referenzen
Änderungsverzeichnis

Triamcinolon - kutan

Wirkstoff
Triamcinolon - kutan
Handelsname
TriamGalen®, Volon® A
ATC-Code
D07AB09

Pharmakodynamik

Triamcinolon gehört zur Gruppe der halogenierten Glucocorticoide. Basis der klinischen Wirksamkeit von topisch angewendetem Triamcinolon ist die für Corticoide typische antiinflammatorische Wirkung: Die entzündungsbedingte Ödembildung, Fibrinablagerung und Kapillardilatation werden verhindert bzw. zurückgebildet, ebenso die späten Manifestationen der Entzündung wie Kapillarproliferation, Kollageneinlagerung und Narbenbildung. Nach örtlicher Anwendung kann ein rascher Rückgang der entzündlichen Erscheinungen beobachtet werden. Des weiteren kommt es zur Hemmung der Bildung von Immunzellen und Antikörperreaktionen: dadurch wirkt Triamcinolon immunsuppressiv und antiallergisch. Die antiödematöse Wirkung beruht auf der von Triamcinolon hervorgerufenen Gefäßabdichtung. Von Bedeutung für die Wirkung auf der Haut ist ferner die Verminderung der Epidermopoese infolge Hemmung der DNS-Synthese sowie eine Hemmung der Kollagensynthese und der Faserbildung im Corium.

Pharmakokinetik bei Kindern

Es sind keine spezifischen Informationen für Kinder vorhanden.

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Zulassung der Dosierungsempfehlungen

  • Atopische Dermatitis
    • kutan
      • ≥1 Monat bis <18 Jahre: zugelassen

Auszug aus Fachinformation Auszug aus Fachinformation

Textauszug aus Fachinformation

Kutan zur Behandlung von allergischen bzw. entzündlichen Hauterkrankungen, die auf eine äußerliche Behandlung mit Corticosteroiden ansprechen und bei denen die Anwendung eines mittelstark wirksamen Corticoids angezeigt ist.

Kinder und Jugendliche: 
Triamcinolon wird ein- bis zweimal täglich dünn auf die erkrankten Hautstellen aufgetragen. Die Behandllung sollte nicht länger als 2 Wochen dauern, die behandelte Fläche sollte nicht mehr als 10 % der Körperoberfläche betragen. Es genügt meist eine Anwendung pro Tag.

[Ref.]

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Präparate im Handel

Lösung 0,2 %
Creme 0,1 %
Emulsion 0,1 %
Salbe 0,1 %

Die im Handel befindlichen Präparate enthalten Triamcenolon in Form von Triamcenolonacetonid. Die Angabe der Wirkstoffkonzentration und Dosierung ist jeweils auf Triamcinolonacetonid bezogen.

Präparate im Handel (ausgewählte Beispiele):

Präparat Darreichungsform Stärke (Triamcinolonacetonid) Applikationsweg Natriumgehalt Problematische Hilfsstoffe Anwendungshinweis Altersangabe
TriamGalen® Lösung 0,2 % kutan k.A. Isopropylalkohol
Propylenglykol
- ab 12 Jahren
TriamGalen® Salbe
Creme
Emulsion
0,1 % kutan k.A. Propylenglykol (Creme und Emulsion) Eine dünne Schicht auftragen und dann leicht verreiben. Kinder und Jugendliche


k.A.: keine Angabe

Die Fachinformationen wurden am 06.05.2026 aufgerufen.

Neben den aufgeführten Präparaten befinden sich diverse weitere Fertigarzneimittel im Handel.

Lieferengpässe/weitere praktische Informationen

Lieferengpässe für Humanarzneimittel in Deutschland (ohne Impfstoffe)

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Dosierungsempfehlungen

Atopische Dermatitis
  • Kutan
    • 1 Monat bis 18 Jahre
      [1] [2] [3]
      • Auf die betroffene Haut 1 x täglich gemäß Fingertip-Unit auftragen.

        Maximale Dosis:
        < 2 Jahre: 30 g/Woche
        ≥2 Jahre 60 g/Woche
        Erwachsene 100 g/Woche

        Zu Beginn der Behandlung kann eine kurzzeitige 2 x tägliche Anwendung erwogen werden.
        Bei Besserung der Symptome sollte schrittweise auf eine 1 x tägliche Anwendung an 2 - 4 Tagen pro Woche reduziert werden

         

         

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Nierenfunktionsstörungen bei Kindern > 3 Monate

GFR ≥10 ml/min/1.73m2: Dosisanpassung nicht erforderlich.

GFR <10 ml/min/1.73m2: Eine allgemeine Empfehlung zur Dosisanpassung kann nicht gegeben werden.

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Unerwünschte Arzneimittelwirkungen bei Kindern

Kinder können gegenüber Glucocorticoiden empfindlicher reagieren als Erwachsene, infolge der größeren Hautoberfläche in Relation zum Gewicht. Daher kann es bei Kindern zu einer verstärkten Resorption kommen, die zu systemischen Effekten führen kann: Suppression des hypothalamo-hypophysio-adrenalen Regelkreises, Cushing Syndrom und intrakranieller Druckanstieg. Eine Unterfunktion der Nebennierenrinde kann bei Kindern zu Kleinwuchs, verzögerter Gewichtszunahme, niedrigem Plasmacortisonspiegel und fehlendem Ansprechen auf den ACTH-Stimulationstest führen. Folgen eines intrakraniellen Druckanstieges sind u.a. Fontanellenwölbung, Kopfschmerzen, bilaterales Papillenödem. [SmPC Volon A]

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen allgemein

Gelegentlich (0,1-1 %): Hautatrophien, Striae, Teleangiektasien, akneähnliche Erscheinungen, Miliaria, periorale Dermatitis, Follikulitis, Hypertrichose, Hypopigmentierung, Begünstigung von Sekundärinfektionen, Beeinträchtigung der Wundheilung, Kontaktallergien gegen den Wirkstoff (Brennen, Juckreiz, Rötung, Bläschen), Symptome eines Steroidentzugs nach Therapieunterbrechung

Häufigkeit nicht bekannt: verschwommenes Sehen, Verminderung der Nebennierenrindenfunktion (Symptomen des Cushing-Syndroms, Hyperglykämie, Glucosurie sowie eine Steigerung des Augeninnendrucks)

Die vollständige Auflistung aller unerwünschter Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

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Haben Sie den Verdacht auf eine Nebenwirkung?

Die Meldung ist sehr wichtig, um das Nutzen-Risiko-Verhältnis eines Arzneimittels ständig zu überwachen. Das gilt besonders, wenn Medikamente bei Kindern außerhalb der zugelassenen Anwendung (off-label) eingesetzt werden.

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Kontraindikationen allgemein

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
  • spezifische Hautprozesse (Hauttuberkulose, Lues)
  • virusbedingte Hauterkrankungen, wie Herpes simplex, Herpes zoster oder Windpocken
  • Hautreaktionen nach Impfungen
  • Pilzinfektionen und bakterielle Hautinfektionen
  • Okklusivbedingungen (unter Pflastern etc.)
  • periorale Dermatitis, Akne, Rosacea
  • Anwendung am Auge oder am Augenlid
  • erstes Trimester der Schwangerschaft
  • Erkrankungen, die mit einer Störung der hypophysär-hypothalamischen Regulation (z. B. Cushing-Syndrom) einhergehen

Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen bei Kindern

Bei Säuglingen können Windeln wie luftdicht abschließende Verbände wirken (Okklusion) und somit zu einer Steigerung der Absorption führen.

Bei Kindern kann eine Suppression der Nebennierenrindenfunktion relativ schnell auftreten. Zusätzlich kann bei ihnen die Ausschüttung von Wachstumshormonen unterdrückt werden. Deshalb wird bei langfristiger Anwendung empfohlen Körpergröße und Gewicht regelmäßig zu kontrollieren.

Die Anwendung am Augenlid ist sorgfältig abzuwägen, da einerseits das Risiko einer lokalen Reizung, eines Glaukoms oder Katarakts besteht, wenn der Wirkstoff ins Auge gelangt und es andererseits durch fortwährendes Reiben an einem unbehandelten Ekzem die Gefahr einer Hornhautschädigung besteht.

Allgemein ist bei der Behandlung von Kindern erhöhte Vorsicht geboten, da es im Vergleich zu Erwachsenen durch die Beschaffenheit der kindlichen Haut und infolge der größeren Hautoberfläche in Relation zum Körpergewicht zu einer erhöhten Aufnahme des Glucocorticoids durch die kindliche Haut kommen kann. [SmPC TriamGalen]

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen allgemein

Für allgemeingültige Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen informieren Sie sich bitte in den aktuellen Fachinformationen.

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Wechselwirkungen

Diese Informationen werden im Moment recherchiert und baldmöglichst zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie die aktuellen Fachinformationen.

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Corticosteroide, schwach wirksam (Gruppe I)

Hydrocortisonacetat 1 % - kutan

Ebenol®, FeniHydrocort®, Hydrocutan®, Soventol®, Hydrogalen®; Syn: Cortisol
D07AA02
Corticosteroide, mittelstark wirksam (Gruppe II)

Hydrocortisonbutyrat 0,1 % - kutan

Alfason®, Laticort®, Syn: Hydrocortison-17-Butyrat
D07AB02
Corticosteroide, stark wirksam (Gruppe III)

Betamethason - kutan

Soderm, Betnesol®, Diprosone®, Deflatop®
D07AC01

Fluticason - kutan

Flutivate® Creme
D07AC17

Methylprednisolon - kutan

Advantan®, MetiGalen®
D07AC14

Mometason - kutan

Ecural®, Momecutan®, Elocom®, Monovo®
D07AC13

Prednicarbat

Dermatop®, Prednitop®
D07AC18
Corticosteroide, sehr stark wirksam (Gruppe IV)

Clobetasol

Karison®, Clobegalen®, Dermoxin, Clobex, Clarelux®
D07AD01
CORTICOSTEROIDE, REIN

Betamethason - kutan

Soderm, Betnesol®, Diprosone®, Deflatop®
D07AC01

Clobetasol

Karison®, Clobegalen®, Dermoxin, Clobex, Clarelux®
D07AD01

Fluticason - kutan

Flutivate® Creme
D07AC17

Hydrocortisonacetat 1 % - kutan

Ebenol®, FeniHydrocort®, Hydrocutan®, Soventol®, Hydrogalen®; Syn: Cortisol
D07AA02

Hydrocortisonbutyrat 0,1 % - kutan

Alfason®, Laticort®, Syn: Hydrocortison-17-Butyrat
D07AB02

Methylprednisolon - kutan

Advantan®, MetiGalen®
D07AC14

Mometason - kutan

Ecural®, Momecutan®, Elocom®, Monovo®
D07AC13

Prednicarbat

Dermatop®, Prednitop®
D07AC18

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Referenzen

  1. Krakowski AC, et al, Management of Atopic Dermatitis in the Pediatric Population, Pediatrics, 2008, Vol. 122 No. 4, 812-824
  2. CBO, Richtlijn Constitutioneel Eczeem [Konstitutionelle Ekzem-Leitlinie], www.cbo.nl, März 2015
  3. Dirven-Meijer PC et al, NHG standaard Eczeem [NHG-Standard Ekzem], Huisarts Wet , 2014, 57(5), 240-52

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Änderungsverzeichnis

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