Zulassung
Dosierungsempfehlungen

Präparate
Pharmakodynamik und -kinetik
Nierenfunktionsstörungen
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Kontraindikationen
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Wechselwirkungen

Überdosierung
Wirkstoffe der gleichen ATC-Klasse
Referenzen
Änderungsverzeichnis

Cefotaxim

Wirkstoff
Cefotaxim
Handelsname
Claforan®
ATC-Code
J01DD01

Pharmakodynamik

Cefotaxim ist ein parenterales Beta-Laktam-Antibiotikum aus der Gruppe der Cephalosporine. Der Wirkungsmechanismus beruht auf einer Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese (in der Wachstumsphase) durch Blockade der Penicillin-bindenden Proteine (PBPs) wie z. B. der Transpeptidasen. Hieraus resultiert eine bakterizide Wirkung. Die Wirksamkeit hängt im Wesentlichen von der Zeitdauer ab, während der der Wirkstoffspiegel oberhalb der minimalen Hemmkonzentration (MHK) des Erregers liegt.

Keimspektrum

In der Regel empfindliche Keime: Aerobe, Gram-positive Mikroorganismen: Staphylococcus aureus (Methicillin-sensibel), Streptococcus agalactiae, Streptococcus pneumoniae (inkl. Penicillin-resistenter Stämme), Streptococcus pyogenes; Aerobe Gram-negative Mikroorganismen: Borrelia burgdorferi, Haemophilus influenzae, Moraxella catarrhalis, Neisseria gonorrhoeae, Neisseria meningitidis, Proteus mirabilis, Proteus vulgaris.

Erworbene Resistenzen können ein Problem bei folgenden Keimen darstellen: Aerobe, Gram-positive Mikroorganismen: Staphylococcus epidermidis, Staphylococcus haemolyticus, Staphylococcus hominis; Aerobe, Gram-negative Mikroorganismen: Citrobacter freundii, Enterobacter cloacae, Escherichia coli, Klebsiella aerogenes, Klebsiella pneumoniae, Morganella morganii, Serratia marcescens; Anaerobe Mikroorganismen: Bacteroides fragilis

Unempfindlich: Aerobe Gram-positive Mikroorganismen: Enterococcus spp., Listeria monocytogenes. Staphylococcus aureus (Methicillin-resistent); Aerobe Gram-negative Mikroorganismen: Acinetobacter spp., Legionella pneumophila, Pseudomonas aeruginosa, Stenotrophomonas maltophilia; Anaerobe Mikroorganismen: Clostridioides difficile; Andere Mikroorganismen: Chlamydia spp., Mycoplasma spp., Treponema pallidum

Pharmakokinetik bei Kindern

Die Clearance von Cefotaxim bei Säuglingen nimmt in den ersten Tagen nach der Geburt deutlich zu.  Die Eliminationshalbwertszeit bei Neugeborenen ist infolge der nicht vollständig entwickelten Nieren-Clearance länger ist als bei älteren Kindern oder Erwachsenen. [Kearns et al. 1995]. Die Dosierung für Neugeborene mit ECMO muss trotz des größeren Verteilungsvolumens nicht angepasst werden. [Ahnsman et al. 2010] 

Pharmakokinetische Parameter [Ahsman et al. 2010, Aujard et al .19789, Kearns et al. 1995]

  t½ (Stunden) Cl (mL/min/kg) Vd (l/kg) Cmax (mg/L)
Frühgeborene (< 7 Tage) 3,1-5,7 1,07-1,7 0,34-0,56 159,02
Frühgeborene (≥7 Tage) 2-3,72 1,17-1,87 0,31-0,32 -
Reifgeborene (< 7 Tage) 2,77-4,04 0,81-2,25 0,28-0,45 -
Reifgeborene (≥7 Tage) 2,01 2,33 0,36 -
ECMO 3,5 6 ml/min 1,82 l 98
1 Monat - 18 Jahre 0,8-1,5 0,23-0,63 0,13-1,37 -

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Zulassung der Dosierungsempfehlungen

  • Schwere bakterielle Infektionen
    • intravenös/intramuskulär
      • ≥0 Jahre bis <18 Jahre: zugelassen  
  • Neonatale Gonokokken-Konjunktivitis
    • intramuskulär
      • ≥0 Wochen bis ≤4 Wochen: off-label

Auszug aus Fachinformation Auszug aus Fachinformation

Textauszug aus Fachinformation

Intravenös/Intramuskulär  bei schweren Infektionen, wenn diese durch Cefotaxim-empfindliche Erreger ) verursacht sind:
Infektionen der Atemwege
Infektionen des Hals-, Nasen- und Ohrenbereiches
Infektionen der Niere und ableitenden Harnwege
Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes
Infektionen der Knochen und Gelenke
Infektionen der Geschlechtsorgane, einschl. Gonorrhö
Infektionen des Bauchraumes (einschl. Peritonitis)
Meningitis
Lyme-Borreliose (insbesondere Stadien II und III)
Sepsis
Endokarditis

-  zur perioperativen Prophylaxe bei erhöhter Gefährdung des Patienten durch Infektionen.

Frühgeborene
Unter Berücksichtigung der noch nicht voll ausgereiften Nierenclearance sollten Dosen von 50 mg Cefotaxim pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag nicht überschritten werden.

Neugeborene, Säuglinge und Kinder bis 12 Jahre
Je nach Schwere der Infektion 50 bis 100 mg Cefotaxim (bis 150 mg) pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag, aufgeteilt in gleich große Einzeldosen, die in 12- (bis 6-)stündigen Abständen gegeben werden. In Einzelfällen – besonders in lebensbedrohlichen Situationen – kann eine Anhebung der Tagesdosis auf 200 mg Cefotaxim pro Kilogramm Körpergewicht erforderlich sein.. 

Jugendliche über 12 Jahre
im Allgemeinen 1 bis 2 g Cefotaxim alle 12 Stunden. In schweren Fällen kann die Tagesdosis bis auf 12 g erhöht werden. Tagesdosen bis zu 6 g können auf mindestens zwei Einzelgaben im Abstand von 12 Stunden verteilt werden. Höhere Tagesdosen müssen auf mindestens 3 bis 4 Einzelgaben im Abstand von 8 bzw. 6 Stunden verteilt werden.

Art der Infektion Einzeldosis Dosierungsintervall Tagesdosis
typische Infektionen, bei denen ein empfindlicher Erreger nachgewiesen oder vermutet
werden kann
 1 g 12 Stunden 2 g
Infektionen, bei denen verschiedene Erreger mit hoher bis mittlerer Empfindlichkeit nachgewiesen oder vermutet werden können 2 g 12 Stunden 4 g
unklare bakterielle Erkrankungen, die nicht lokalisiert werden können, sowie bei bedrohlichem
Zustand der Patienten
2-3 g 8 Stunden
6 Stunden
6 g bis 9 g
8 g bis 12 g

Perioperative Infektionsprophylaxe:
Es empfielt sich 1 bis 2 g Cefotaxim 30 bis 60 Minuten vor Operationsbeginn. Je nach Infektionsgefährdung kann die gleiche Dosis wiederholt verabreicht werden.

Lyme-Borreliose:
Eine Tagesdosis von 6 g Cefotaxim (14 bis 21 Tage lang). Die Tagesdosis wurde meistens auf 3 Teildosen verteilt (3mal täglich 2 g Cefotaxim), in Einzelfällen jedoch auch in 2 Teildosen verabreicht (2mal täglich 3 g Cefotaxim). Diese Dosierungsempfehlungen beruhen nicht auf kontrollierten klinischen Studien, sondern auf Einzelfallbeobachtungen.

[Ref.]

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Präparate im Handel

Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung 0,5 g, 1,0 g, 2,0 g
Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung 2,0 g

Präparate im Handel (ausgewählte Beispiele):

Präparat Darreichungsform Stärke (Cefotaxim) Applikationsweg Natriumgehalt Problematische Hilfsstoffe Anwendungshinweis Altersangabe
Cefotaxim Eberth Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung 0,5 g i.v., i.m.  1,09 mmol (24 mg)/Durchstechflasche - i.m.:
- nach Nutzen-Risiko-Abschätzung
- einseitig nicht mehr als 4 mL injizieren
- tief intraglutäal injizieren
- ab 30 Monate: Zubereitung mit Lidocain-HCl 1% möglich, um bei der Injektion entstehende Schmerzen zu vermeiden

i.v.:
- bei Tagesdosis > 2 g Cefotaxim
- bei Injektion > zweimal täglich
ab Frühgeborenenalter
Cefotaxim Eberth Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung 1,0 g
2,0 g
i.v., i.m.  2,1 mmol (48 mg)/Durchstechflasche
4,2 mmol (96 mg)/Durchstechflasche
- ab Frühgeborenenalter
Cefotaxim Fresenius Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung 0,5 g
1,0 g
2,0 g
i.v., i.m. 1,09 mmol (24 mg)/Durchstechflasche
2,18 mmol (48 mg)/Durchstechflasche
4,36 mmol (96 mg)/Durchstechflasche
-

i.m.:
- nach Nutzen-Risiko-Abschätzung
- einseitig nicht mehr als 4 mL injizieren
- tief intraglutäal injizieren
- ab 1 Jahr: Zubereitung mit Lidocain-HCl 1% möglich, um bei der Injektion entstehende Schmerzen zu vermeiden

i.v.:
- bei Tagesdosis > 2 g Cefotaxim
- bei Injektion > zweimal täglich

ab Frühgeborenenalter 
Cefotaxim Fresenius Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung 2,0 g i.v 4,36 mmol (96 mg)/ Durchstechflasche - ab Frühgeborenenalter 

 

Die Fachinformationen wurden am 21.10.2025 aufgerufen.

Neben den aufgeführten Präparaten befinden sich diverse weitere Fertigarzneimittel im Handel.

Lieferengpässe/weitere praktische Informationen

Lieferengpässe für Humanarzneimittel in Deutschland (ohne Impfstoffe)

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Dosierungsempfehlungen

Schwere bakterielle Infektionen
  • Intravenös / intramuskulär
    • Postnatales Alter < 1 Woche
      [1] [10] [16]
      • 100 mg/kg/Tag in 2 Dosen. Max: 200 mg/kg/Tag. Maximale Einzeldosis: 50 mg/kg/Dosis.
      • Maximale Tagesdosis in 4 Dosen verabreichen.
        Bei Meningitis: 200 mg/kg/Tag.

    • Postnatales Alter 1 Woche bis 4 Wochen
      [1] [10] [16]
      • 150 mg/kg/Tag in 3 Dosen. Max: 200 mg/kg/Tag. Maximale Einzeldosis: 50 mg/kg/Dosis.
      • Maximale Dosis in 4 Dosen verabreichen.
        Bei Meningitis: 200 mg/kg/Tag.

    • 1 Monat bis 18 Jahre
      [10]
      • 150 mg/kg/Tag in 3 Dosen. Max: 200mg/kg/Tag, jedoch nicht mehr als 12 g/Tag.
      • Bei Meningitis: 200 mg/kg/Tag.

Neonatale Gonokokken-Konjunktivitis
  • Intramuskulär
    • 0 Wochen bis 4 Wochen
      [6] [9]
      • 100 mg/kg/Tag in 1 Dosis einmalig.
      • off-label

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Nierenfunktionsstörungen bei Kindern > 3 Monate

Anpassung bei Nierenfunktionsstörung wie angegeben:

GFR 50-80 ml/min/1.73 m2
Dosisanpassung nicht erforderlich.
GFR 30-50 ml/min/1.73 m2
Dosisanpassung nicht erforderlich.
GFR 10-30 ml/min/1.73 m2
Dosisanpassung nicht erforderlich.
GFR < 10 ml/min/1.73 m2
Die erste Verabreichung beträgt 100 % der normalen Einzeldosis, danach 50 % der normalen Einzeldosis bei normalem Dosierungsintervall.
Bei Dialyse

Es wird keine allgemeingültige Empfehlung erteilt.

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Unerwünschte Arzneimittelwirkungen bei Kindern

Thrombophlebitis, Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe, Blutbildabweichungen, temporäre Erhöhung der Leberenzyme. Lokale Reaktionen nach der Verabreichung, Hautausschlag, Bauch- und Kopfschmerzen [Jakobs et al. 1992].

Die zu schnelle Verabreichung (in weniger als 1 Minute) über einen Zentralvenenkatheter kann zu schweren Herzrhythmusstörungen führen. Selten: pseudomembranöse Colitis.

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen allgemein

Sehr häufig (>10 %): Schmerzen an der Injektionsstelle, bei i. m. Gabe: Induration

Häufig (1-10 %): Urtikaria, Exantheme, Pruritus, Gelenkbeschwerden (z. B. Schwellungen), Einschränkung der Nierenfunktion/Anstieg der Kreatinin- und Harnstoffkonzentration im Serum (insbesondere bei Komedikation mit Aminoglykosiden), Fieber, entzündliche Reaktionen der Verabreichungsstelle einschließlich Phlebitis/Thrombophlebitis

Gelegentlich (0,1-1 %): durch Pilze oder resistente Bakterien verursachte Superinfektionen z. B. orale oder vaginale Candidose, durch Pilze oder resistente Bakterien verursachte Superinfektionen z. B. orale oder vaginale Candidose, Leukozytopenie, Granulozytopenie, Eosinophilie, Thrombozytopenie, Jarisch-Herxheimer-Reaktion, Krampfanfälle, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfälle, leichte vorübergehende Erhöhung der Leberenzyme (ALAT, ASAT, Gamma-GT, alkalische Phosphatase, LDH) und/oder des Bilirubins, akute interstitielle Nephritis

Häufigkeit nicht bekannt: Neutropenie, Agranulozytose, hämolytische Anämie, schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Angioödem, Bronchospasmus, Anaphylaxie) bis hin zum anaphylaktischen Schock,  Kopfschmerzen, Schwindel, Enzephalopathie (z. B. Bewusstseinseintrübung, zentralnervöse Erregungszustände, Myoklonien, Bewegungsstörungen) insbesondere bei hohen Dosen und bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, Tachykardie, Arrhythmie nach schneller Bolusgabe über einen ZVK, Enterocolitis (hämorrhagische), pseudomembranöse Kolitis, Hepatitis (evtl. mit Ikterus), Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), Hitzegefühl und Erbrechen bei rascher i. v. Injektion

Die vollständige Auflistung aller unerwünschter Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

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Kontraindikationen bei Kindern

Cefotaxim (zur intramuskulären Verabreichung) darf bei Kindern unter 1 Jahr nicht mit Lidocain vermischt werden. [SmPC Cefotaxim Fresenius 0.5 g]

Kontraindikationen allgemein

  • Überempfindlichkeit gegen Cefotaxim, andere Cephalosporine oder einen der sonstigen Bestandteile
  • Vorbekannte Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp oder schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, Anaphylaxie gegen Penicilline oder andere Betalaktam-Antibiotika wegen des Risikos einer Parallelallergie

Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen bei Kindern

Cephalosporine können generell Patienten verabreicht werden, die überempfindlich auf Penicilline reagieren, obwohl Kreuzreaktionen verzeichnet worden sind. Besondere Vorsicht ist bei Patienten geboten, die in der Vergangenheit eine anaphylaktische Reaktion auf Penicilline zeigten.
Bei der Behandlung einer Sepsis kann im Fall von gramnegativen Bakterien eine Kombination mit einem anderen geeigneten Antibiotikum, wie einem Aminoglykosid, erwogen werden. Bei der Behandlung von Infektionen in der Bauchhöhle muss berücksichtigt werden, dass Cefotaxim nicht gegen anaerobe Bakterien wirkt.
Pseudomembranöse Colitis kann während der Antibiotikatherapie auftreten. Entwickelt sich eine pseudomembranöse Colitis, muss die Behandlung mit Cefotaxim abgesetzt und mit einer geeigneten Therapie begonnen werden.
Bei Langzeitanwendung (länger als 10 Tage) sollten das Blutbild und die Leber- und Nierenfunktion kontrolliert werden.

Bei Kindern kann das Auftreten eines Hautausschlags mit der zugrunde liegenden Infektion oder einem alternativen infektiösen Prozess verwechselt werden. Daher sollte die Möglichkeit einer Reaktion auf Cefotaxim bei Kindern in Erwägung gezogen werden, während der Behandlung mit Cefotaxim Ausschlag- und Fiebersymptome auftreten. [SmPC Cefotaxim Fresenius 0,5 g]

 

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen allgemein

Für allgemeingültige Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen informieren Sie sich bitte in den aktuellen Fachinformationen.

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Wechselwirkungen

Die standardisierte Wechselwirkungsrecherche des Kinderformulariums hat folgende klinisch relevante Wechselwirkungen ergeben:

Interaktionspartner Grund Handlungsempfehlung
Clozapin Additive Wirkung auf das Knochenmark. Erhöhtes Risiko für Granulozytopenien und Agranulozytosen. Kombination vermeiden. Falls Kombination unvermeidbar, engmaschige Kontrolle des Blutbildes.
Bakterielle Lebendimpfstoffe, z.B. Typhus, Tuberkulose Möglicherweise verringerte Wirkung der Impfung durch gleichzeitige antibiotische Therapie. Kombination vermeiden. Abstand von mindestens 3 Tagen zwischen Impfung und antibiotischer Therapie einhalten.
Chloramphenicol Antagonisierung der antibiotischen Wirkung von Cephalosporinen. Kombination vermeiden. Falls Kombination unvermeidbar, kritisches Monitoring des Therapieerfolgs.
Antikoagulantien, z.B. Vitamin-K-Antagonisten, Heparinoide Additive antikoagulative Wirkung möglich. Erhöhtes Risiko für Blutungen. Überwachung der Therapie hinsichtlich möglicher Blutungen. Ggf. Anpassung der Therapie notwendig.
Nephrotoxische Substanzen, z.B. Schleifendiuretika, Aminoglykoside, Colistin Additive nephrotoxische Wirkung möglich. Erhöhtes Risiko für Nierenschäden. Überwachung der Nierenfunktion, insbesondere bei der Gabe hoher Dosen oder bei Patienten mit vorbestehender Nierenschädigung.

Die vollständige Auflistung aller Wechselwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen und einschlägigen Wechselwirkungsdatenbanken zu entnehmen.

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Cephalosporine der 1. Generation

Cefadroxil

Grüncef®
J01DB05

Cefalexin

Cephalex®
J01DB01

Cefazolin

Cefodinin®, Syn.: Cephazolin
J01DB04
Cephalosporine der 2. Generation

Cefaclor

InfectoCef®, Panoral®
J01DC04

Cefuroxim

Elobact®, Cefurax®
J01DC02
Cephalosporine der 3. Generation

Cefixim

Infectoopticef®, Suprax®
J01DD08
J01DD13

Ceftazidim

InfectoZidim®
J01DD02
J01DD52

Ceftriaxon

Rocephin®, Cefotrix
J01DD04
Cephalosporine der 4. Generation
J01DE01
Monobactame

Aztreonam

Azactam, Cayston®
J01DF01
Carbapeneme

Ertapenem

Invanz®
J01DH03
J01DH51

Meropenem

Meronem®
J01DH02
Andere Cephalosporine und Peneme

Ceftarolin

Zinforo®
J01DI02
J01DI54
ANDERE BETA-LACTAM-ANTIBIOTIKA

Aztreonam

Azactam, Cayston®
J01DF01

Cefaclor

InfectoCef®, Panoral®
J01DC04

Cefadroxil

Grüncef®
J01DB05

Cefalexin

Cephalex®
J01DB01

Cefazolin

Cefodinin®, Syn.: Cephazolin
J01DB04
J01DE01

Cefixim

Infectoopticef®, Suprax®
J01DD08
J01DD13

Ceftarolin

Zinforo®
J01DI02

Ceftazidim

InfectoZidim®
J01DD02
J01DD52
J01DI54

Ceftriaxon

Rocephin®, Cefotrix
J01DD04

Cefuroxim

Elobact®, Cefurax®
J01DC02

Ertapenem

Invanz®
J01DH03
J01DH51

Meropenem

Meronem®
J01DH02

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Referenzen

  1. Aujard Y, et al, Pharmacokinetics of cefotaxime and desacetylcefotaxime in the newborn, Diagn Microbiol Infect Dis, 1989, 12, 87-91
  2. Dellagrammaticas HD, et al, Treatment of gram-negative bacterial meningitis in term neonates with third generation cephalosporins plus amikacin., Biol Neonate., 2000, 77, 139-46
  3. Jacobs RF, et al, Safety profile and efficacy of cefotaxime for the treatment of hospitalized children, Clin Infect Dis., 1992, 14, 56-65
  4. Kearns GL, et al, Cefotaxime and desacetylcefotaxime pharmacokinetics in very low birth weight neonates, J Pediatr, 1989, 114, 461-7
  5. Kearns GL, et al, Pharmacokinetics of cefotaxime and desacetylcefotaxime in the young., Diagn Microbiol Infect Dis., 1995, 22, 97-104
  6. Lepage P, et al, Treatment of gonococcal conjunctivitis with a single intramuscular injection of cefotaxime, J Antimicrob Chemother., 1990, 26, 23-7
  7. Tunkel AR, et al, Practice guidelines for the management of bacterial meningitis, Clin Infect Dis, 2004, 39, 1267-84
  8. Ahsman MJ et al. , Pharmacokinetics of cefotaxime and desacetylcefotaxime in infants during extracorporeal membrane oxygenation, Antimicrob Agents Chemother, 2010, May;54(5), 1734-41
  9. LCI., LCI-Richtlijn Gonorroe (1-4-2013) [LCI-Leitlinie zur Bekämpfung der Gonorrhöe (1-4-2013)], www.lci.nl
  10. Eureco-Pharma B.V., SmPC Claforan (RVG 122822//27755), 03/2021
  11. Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, SmPC Claforan 1.0/2.0 g (6715.01.00 / 6715.02.00), 06/2017
  12. Fresenius Kabi, SmPC Cefotaxim Fresenius 2 g Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung (43128.02.00), 10/2023
  13. Fresenius Kabi, SmPC Cefotaxim Fresenius 1 g Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung (43128.01.00), 10/2023
  14. Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel, SmPC Cefotaxim Eberth 0.5/1/2 g Pulver zur Herstellung einer Injektions- oder Infusionslösung (80067.00.00 / 80068.00.00 / 80069.00.00), 03/2019
  15. Fresenius Kabi, SmPC Cefotaxim Fresenius 0.5 g Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung (43128.00.00), 10/2023
  16. MIP, SmPC Cefotaxim MIP 1 g Inj.-Inf.lsg. (1-31395), 10/2017
  17. Gesellschaft für pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung (GPGE), S2k-Leitlinie akute infektiöse Gastroenteritis im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter (AWMF Registernummer 068-003), Stand: 31.03.2019, gültig bis 31.05.2023, https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/068-003l_S2k_AGE-Akute-infektioese-Gastroenteritis-Saeuglinge-Kinder-Jugendliche-2019-05.pdf
  18. Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH, SmPC CEFOTAXIM EBERTH 2 g Pulver zur Herstellung einer Injektions- oder Infusionslösung (80069.00.00), 02/2023

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Änderungsverzeichnis

  • 10 September 2024 17:29: Aufnahme einer Dosis für Meningitis gemäß Fachinformation
  • 26 Juli 2023 12:56: Aktualisierung der Kontraindikationen und Nebenwirkungen gemäß Fachinformation
  • 09 Dezember 2020 09:38: Neue Recherche: Warnhinweise, Unerwünschte Arzneimittelwirkungen, Interaktionen
  • 04 Dezember 2020 11:19: Für die Indikation "Neonatale Gonokokken-Konjunktivitis" wurde die Dosierungsfrequenz hinzugefügt.

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